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Liebe Israelfreunde...
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November 2011

Liebe IsraelfreundeNAIDE201111

An der letzten Protestkundgebung für soziale Gerechtigkeit am Ende dieses Sommers beteiligten sich in ganz Israel ungefähr eine halbe Million Menschen. Durch die massiven Proteste bedrängt, kam die Regierung nicht umhin, diesbezüglich Schritte zu unternehmen. Sie ernannte in der Folge Emanuel Trajtenberg, ein angesehener Professor auf dem Gebiet der Wirtschaft, um Lösungsvorschläge für eine gerechtere Sozialpolitik auszuarbeiten. Als seine Vorschläge der Regierung vorgelegt wurden und es darum ging, darüber abzustimmen, konnte in der Regierung keine Einigung über das weitere Vorgehen in dieser Sache gefunden werden. Nun droht eine Regierungskrise. Der Hauptstreitpunkt ist der öffentliche Wohnungsbau.

Einer der Minister erklärte, dass Grund und Boden, der sich vorwiegend in Staatsbesitz befindet, unentgeltlich für den Wohnungsbau abgegeben werden sollte, damit die Wohnungen billiger werden. Im letzten Jahr habe die Regierung durch Landverkäufe 8 Milliarden eingenommen, und solange nicht garantiert sei, dass die Wohnungen billiger würden, werde er den bis jetzt nur «kosmetischen» Verbesserungsvorschlägen nicht zustimmen.

Soziale Gerechtigkeit ist ein Thema, das so alt ist wie die menschlichen Zivilisationen. Interessanterweise hat Gott in der Bibel schon einen Grundriss für soziale Gerechtigkeit gegeben. Er ist so revolutionär, dass er im Volk Israel wahrscheinlich nie in vollem Umfang in die Tat umgesetzt wurde. Es handelt sich dabei um die Sabbat- und Jobeljahre, wie sie in 3. Mose 25 beschrieben werden. Dort wird gesagt, dass Grund und Boden als Erbbesitz nicht für immer verkauft werden darf, sondern nur bis zum Jobeljahr. Danach musste aller Grundbesitz an die Erbbesitzer zurückgegeben werden. In 5. Mose 15 geht die Forderung sogar noch weiter, und es lohnt sich, diese beiden Kapitel sorgfältig zu lesen. Dort wird sogar gesagt, dass in jedem siebten Jahr, dem Sabbatjahr, alle Schulden erlassen werden sollen, und dass darüber hinaus von den eigenen Volksgenossen auch kein Zins genommen werden darf. Diese hohen Forderungen Gottes würden sozusagen das Aus für das heutige Bankensystem bedeuten, und sie scheinen uns völlig unrealistisch zu sein. Doch Gott wollte mit diesen Verordnungen dafür sorgen, dass es unter Seinem Volk Israel möglichst keine Armen geben sollte. Und Er verhiess denen, die nach Seinen Verordnungen handeln würden, dass Er sie dafür reichlich segnen würde (5.Mo 15,1-5).

Wenn man sich vorstellt, dass Gott Seinem Volk Israel sogar gebot, im Sabbatjahr weder zu säen noch zu ernten, und im Jobeljahr sogar zwei Jahre lang darauf zu verzichten, dann war das eine unvorstellbare Glaubensprüfung. Doch Gott verhiess Israel, das sechste Jahr so reich zu segnen, dass es bis ins achte Jahr und im Jobeljahr sogar bis ins neunte Jahr mehr als genug Nahrung haben würde.

Dass eine solche Landwirtschaft, in der jedes siebte Jahr nicht gesät und angepflanzt wird, heute nicht mehr praktiziert wird, kann man mit relativ guten Argumenten begründen, aber soziale Gerechtigkeit zu üben, bleibt eine ewig gültige Forderung Gottes an die Menschen. Wer ihr nicht nachkommt und sie gar mit Füssen tritt, der wird den Segen Gottes verlieren.

Natürlich kann man diesbezüglich ebenfalls sagen, dass soziale Gerechtigkeit, so wie sie in der Bibel verordnet wurde, heute nicht mehr durchführbar sei. Doch die hohen Forderungen der Bibel zeigen uns, wie Gott es gemeint hat – und danach sollen wir uns ausrichten. Er wird dann, wenn wir danach trachten, so zu handeln, auch Seine Segensverheissungen wahr machen und uns reichlich segnen.

Möge Gott auch der Regierung Israels Gnade geben, im Geist der Verordnungen Gottes zu handeln, damit Er Seinen Segen reichlich über Israel ausgiessen kann.
In Ihm verbunden, der denen ein reicher Vergelter ist, die Seine Verordnungen lieben und danach tun, grüsst Sie herzlich mit Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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