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Liebe Israelfreunde...
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Juli 2011

Liebe IsraelfreundeNAI_DE_2011-07

Während des Staatsbesuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA im Mai ist offensichtlich nicht alles so gelaufen, wie er es sich gewünscht hatte. Die Verstimmung zwischen ihm und dem US-Präsidenten Obama war nicht zu übersehen. Der Grund dafür war die angebliche Forderung Obamas, Israel solle sich in die Grenzen von 1967 zurückziehen. Allerdings forderte Präsident Obama dies nicht wirklich von Israel. Er machte dagegen jedoch eindeutig klar, dass die Grenze von 1967 die Grundlage für ein Friedensabkommen mit den Palästinensern sein soll. Der zukünftige Grenzverlauf soll durch gemeinsam ausgehandelten Landabtausch festgelegt werden. Das versuchte Netanjahu zu verhindern, weil das für Israel bedeuten würde, auf Gebiete zu verzichten, die seit 1948 zu Israel gehören. Im Weiteren würde dies sogar bedeuten, dass nur die grossen Siedlungsblocks, die an die Grenze von 1967 anschliessen, innerhalb der zukünftigen Grenze Israels bleiben würden. Alle abgelegenen Siedlungen würden unter palästinensische Oberhoheit kommen. Für viele in Netanjahus Likud-Partei und für die meisten Koalitionspartner ist dies unakzeptabel.

Obwohl Netanjahu von Obama nicht zu hören bekam, was er gerne hören wollte, versprach Netanjahu, mit dem amerikanischen Präsidenten zusammenzuarbeiten. Er versicherte auch erneut, dass er für einen wirklichen Frieden zu schmerzhaften Landverzichten bereit sei. Damit ist absehbar, dass die Regierung von Netanjahu den kommenden Herausforderungen nicht mehr lange standhalten kann. Schon jetzt sind Aufrufe für eine nationale Einheitsregierung mit der Opposition zu hören. Die oppositionelle Kadima-Partei sah diese Entwicklung schon lange voraus. Deshalb war sie nicht bereit, einer Regierung beizutreten, die die unaufhaltsam näherkommenden, realen Konsequenzen eines Friedensschlusses mit den Palästinensern nicht sehen wollte.

Bei einem anschliessenden Besuch in London erklärte Präsident Obama, dass der einseitige Versuch der Palästinenser, im September für ihren Staat internationale Anerkennung durch die Vereinten Nationen zu erlangen, ein Fehlentscheid sei. Er nannte die Jerusalem- und die Flüchtlingsfrage zwei emotional tiefgehende Fragen, die von beiden Seiten schmerzhafte Kompromisse forderten. Darum sei es besser, vorher die Frage der Sicherheit und der zukünftigen Grenze auszuhandeln und nicht alle vier Fragen auf einmal.

Sein Gastgeber, der britische Premier Minister David Cameron, erklärte daraufhin die Sicht des amerikanischen Präsidenten als mutig und visionär. Dann versicherte er Israel, dass Grossbritannien sowie die USA immer für das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels und sein Recht auf sichere Grenzen einstehen werden. Ebenso beteuerte er den Palästinensern ihr Verständnis für das Trachten nach einem eigenen Staat und einem Leben in Würde.
Mit der Klarstellung dieser zwei wichtigen Dinge, so meinte Cameron, habe keine der beiden Parteien weiter einen Grund, die Fortsetzung der gegenseitigen Verhandlungen abzulehnen. Nicht ein Gang vor die Vereinten Nationen könne einen palästinensischen Staat schaffen, sondern nur ein gegenseitig ausgehandeltes Übereinkommen.

Damit ist zu erwarten, dass die Vision von Präsident Obama im Sicherheitsrat mehr Anklang finden wird als die einseitige Anerkennung eines palästinensischen Staates.

Ob die «Vision» von Obama überhaupt eine Chance hat, hängt zuerst einmal von der Hamas ab. Kaum jemand wird von Israel verlangen, mit einer Partei zu verhandeln, die nicht bereit ist, Israels Existenzrecht anzuerkennen.

Einmal mehr sehen wir, wie die Grossen dieser Welt immer wieder neu in den Konflikt um Israel hineingezogen werden. Diese Tatsache lässt uns verstehen, dass es dabei um weit mehr gehr als nur um das, was nach aussen sichtbar ist. Gott ist dabei, Seinen Plan, wie er in Seinem Wort offenbart ist, zu erfüllen.
In Ihm, der kein Wort unerfüllt lässt, grüsst Sie herzlich mit Shalom

Ihr Fredi Winkler

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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