Juni 2011
Liebe Israelfreunde 
Dass Osama Bin Laden nun endlich, zehn Jahren nach dem Anschlag auf das World Trade Center, gefunden und seiner gerechten Strafe zugeführt wurde, löste fast in der ganzen Welt ein Aufatmen und Genugtuung aus. Einzig die arabische und moslemische Welt hielt sich diesbezüglich zurück. Die einzigen, die das Vorgehen der USA sofort verurteilten, waren Vertreter der Hamas in Gaza. Ihr Ministerpräsident Ismail Haniyeh pries Bin Laden als einen islamischen Märtyrer und verurteilte das Vorgehen der USA als Politik des Mordens und Unterdrückens. Ein anderer Sprecher der Hamas verurteilte die Tötung von Bin Laden als Verbrechen und Staatsterror.
Als die beiden Hamasleute diese Erklärungen abgaben, bedachten sie wahrscheinlich nicht, dass ihnen diese Aussagen in der Welt – besonders in den USA – nicht gerade Pluspunkte bringen würden. Damit zeigten sie jedoch einmal mehr ihr wahres Gesicht.
Ein Sprecher von Salim Fayyad, dem Ministerpräsidenten der Fatah, erklärte demgegenüber, dass der Tod von Bin Laden ein Beitrag für die Sache eines weltweiten Friedens darstelle.
Trotz dieser gegensätzlichen Einstellungen wollen sich die zwei verfeindeten palästinensischen Parteien, die Hamas in Gaza und die Fatah im Westjordanland, durch ein gegenseitiges Abkommen wieder aussöhnen und eine Einheitsregierung bilden. Man versucht der Welt weiszumachen, dass die Hamas sich geändert habe, doch ihre jüngsten Äusserungen bezüglich Bin Laden beweisen das Gegenteil und geben zu höchster Besorgnis Anlass.
Vielleicht wird gerade dieser Versuch der Palästinenser, sich mit der Hamas zu einigen, Israel (wieder einmal) vor der internationalen Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UNO-Generalversammlung im September retten. Überdies dürfte eine zukünftige palästinensische Regierung, die bereit ist, auch Al-Qaida-Ideologie mit einzubeziehen, nicht gerade auf Sympathie stossen – besonders nicht bei den USA, die in den Vereinten Nationen ein Vetorecht haben.
Doch ob mit oder ohne eine Aussöhnung zwischen den Palästinensern wird das palästinensische Problem weiterhin im Zentrum der Weltpolitik bleiben. Der jordanische König Abdullah II. erklärte, dass der Tod von Bin Laden eine Lösung für das palästinensische Problem geradezu erfordere, da gerade dies das Motiv und der Motor für das Handeln von Osama Bin Laden gewesen sei. Denn Bin Laden hatte erklärt, dass der Anschlag auf das World Trade Center deshalb erfolgt sei, weil Amerika hinter Israel stehe. König Abdullah wollte mit seiner Aussage bekunden, dass allein die Lösung des Palästinenserproblems extremen islamischen Organisationen wie Al-Qaida den Treibstoffhahn zudrehen kann. Und so wird das palästinensische Problem voraussichtlich weiterhin das Problem Nummer 1 auf der Tagesordnung der Vereinten Nationen bleiben, bis diese angebliche Ursache aller Probleme im Nahen Osten einer Lösung zugeführt sein wird.
Im Übrigen gab die Tatsache, dass Bin Laden so lange nicht gefunden wurde, zu wildesten Spekulationen und Verschwörungstheorien Anlass. So gab es Theorien, Osama Bin Laden habe gar nicht wirklich existiert, sondern sei eine Erfindung der USA, und der Anschlag auf das World Trade Center sie von den Amerikanern selber und natürlich auch von Israel inszeniert worden, um so einen Grund zu haben, gegen den Islam und islamische Länder vorzugehen. Leider stossen solche Verschwörungstheorien nicht nur bei den Arabern, sondern auch in der übrigen Welt immer wieder auf offene Ohren, weil sie eine vermeintlich logische Erklärung für das schier Unglaubliche bieten. Zwar kamen nun mit dem Auffinden und dem Tod von Bin Laden auch diese Verschwörungstheorien zu einem Ende, aber die Ideologie von Al-Qaida, so warnen mahnende Stimmen, ist nicht tot.
Auch für uns, die wir Gottes Warnungen durch die Propheten kennen, ist klar, dass dieser Konflikt mit dem radikalen Islam nicht zu Ende ist, sondern erst durch das Wiederkommen des Friedefürsten Jesus Christus enden wird.
Im Ausblick auf Sein Kommen verbunden grüsst Sie mit Shalom
Ihr Fredi Winkler
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