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Liebe Israelfreunde...
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November 2010

Liebe IsraelfreundeNAI_2010_11

Wie erwartet sind die Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis vorläufig zu einem Stillstand gekommen, weil die israelische Regierung nicht bereit ist, den auf zehn Monate festgesetzten Baustopp zu verlängern und die Palästinenser sich weigern, unter diesen Umständen weiter zu verhandeln. Beide Seiten haben jedoch den Willen bekundet, die Gespräche fortzusetzen. Offenbar haben sowohl Israelis als auch Palästinenser erkannt, dass die Zeit nicht zu ihren Gunsten arbeitet und es deshalb in ihrem eigenen Interesse liegt, zu einer wenn auch nicht ganz zufriedenstellenden Lösung zu kommen. Wenn es nicht gelingen sollte, die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen, droht Israel eventuell eine Regierungskrise, die sogar zu Neuwahlen führen könnte. Für die Palästinenser würde ein Abbruch der Gespräche bedeuten, dass ihr Ziel einer Staatsgründung in noch weitere Ferne rückt. Viele Faktoren zwingen beide Seiten, einen Ausweg zu finden, um die Verhandlungen trotz allem weiter zu führen. Ausserdem hat sich auch die EU erneut eingeschaltet, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen.

In Israel war man immer der Meinung gewesen, dass nur direkte Gespräche zu einem Erfolg führen könnten. Diese Auffassung ist jedoch nur bedingt richtig. Die Friedensabkommen mit Ägypten und Jordanien sind nur durch die aktive Vermittlung der USA zustande gekommen. Natürlich trugen noch viele andere Faktoren zu einem Erfolg der Verhandlungen bei. So hatte zum Beispiel Menachem Begin bei einem Besuch im Sinai erklärt: «Der Sinai bleibt für immer israelisches Gebiet.» Drei Jahre später war er bereit, den Sinai an Ägypten zurück zu geben. Was war geschehen? Damals zwangen Begin die Umstände, das Angebot der USA anzunehmen. Nur mit Hilfe der Amerikaner liessen sich die schlimme wirtschaftliche Lage Israels nach dem Jom-Kippur-Krieg und die dringend erforderliche Aufrüstung mit modernen Waffen bewältigen. Doch die Bedingung für die Hilfeleistungen der USA war der Friedensschluss mit Ägypten.

 

Heute ist es wohl die Bedrohung aus dem Iran, dessen Präsident sich offenbar geschworen hat, Israel zu zerstören. Angesichts dieser Gefahr braucht Israel eine möglichst breite Unterstützung und eine Allianz gegen die so genannte «Achse des Bösen». Momentan fühlt sich auch die palästinensische Regierung von Abbas durch das Regime in Teheran bedroht, weil es die gegnerische Hamas in Gaza unterstützt. Diese Umstände haben dazu geführt, dass die Palästinenser und Israel zumindest in diesem Punkt einen gemeinsamen Nenner haben.

Um der Bedrohung aus dem Iran wirkungsvoll entgegentreten zu können braucht Israel jedoch vor allem die Unterstützung der USA. Hier stellt sich die Frage: Welchen Preis hat die Hilfe Amerikas? Damals konnte niemand verstehen, warum Menachem Begin so gehandelt hatte, vor allem nicht seine eigenen Parteifreunde. Ähnlich scheint es jetzt Ministerpräsident Netanjahu zu gehen. Er geht einen Weg den er eigentlich nicht beschreiten will, aber die Umstände zwingen ihn scheinbar in eine bestimmte Richtung.

An diesem Geschehen erkennen wir, dass die Geschicke eines Landes oder eines Volkes nicht von einem Parteiprogramm oder einer Ideologie bestimmt werden, sondern von Umständen, die nicht der Mensch im Griff hat, sondern Gott allein. Das gilt besonders für die Geschichte des Volkes Israel, wie sie uns in der Bibel berichtet wird. Wie in alter Zeit wird Gott auch heute das Geschick seines Volkes so lenken, dass Sein Plan in Erfüllung geht.

In dieser wunderbaren Gewissheit mit Ihnen verbunden grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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