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Liebe Israelfreunde...
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Oktober 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-10

Die Zusammensetzung der Regierung Netanyahu ist von ihrer politischen Ausrichtung her derart extrem, dass Skeptiker ihr keine lange Lebensdauer zutrauten. Doch trotz Konflikten unter den Koalitionspartnern aus den unterschiedlichsten politischen Lagern hält sich dieses Bündnis erstaunlich gut. Eine mögliche Erklärung dafür liefert ein Artikel mit der Überschrift «Israels neuer nationaler Konsens» in der englischsprachigen Zeitung Jerusalem Post. Der Autor Barry Rubin erwähnt in der Einleitung, dass dieser Artikel sein wichtigster in diesem Jahr sein könnte, weil für Israel eine neue Ära des politischen Denkens begonnen habe. Zum ersten Mal seien die alten politischen Kategorien wie «Linke und Rechte, Falken und Tauben» in einer neuen, nationalen Einheitsregierung bedeutungslos geworden. Wie ist es zu dieser erstaunlichen Entwicklung gekommen?

Zwischen 1948 und 1992 herrschte in Israel eine breite Übereinstimmung darüber, dass ein Frieden mit den Palästinensern unmöglich ist, zumal die PLO und die meisten arabischen Staaten die Zerstörung Israels anstrebten. Durch die Oslo-Abkommen entstand später eine tiefe Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern eines Friedensvertrages. Im Jahr 2000 scheiterten die Verhandlungen in Camp David, weil die arabische Seite die grosszügigen Zugeständnisse Israels ablehnte. Seitdem ist Israel auf der Suche nach einem neuen Konzept für einen Frieden mit den Palästinensern, zumal die einseitigen Angebote von Ariel Sharon, Ehud Olmert und Tzipi Livni nur zu erneuten Forderungen der palästinensischen Seite geführt haben.

Weiter erwähnt Barry Rubin, dass inzwischen ein neues Konzept für eine Friedenslösung entstanden ist. Zwar strebt Israel weiterhin einen Frieden mit den Palästinensern an, aber es nennt dafür auch konkrete Bedingungen, unter anderem diese fünf Punkte:

  • die Anerkennung Israels als jüdischer Staat
  • absolute Klarheit darüber, dass ein Friedensabkommen den Konflikt ein für allemal beendet und keine weiteren Forderungen an Israel gestellt werden
  • wirksame Sicherheitsvorkehrungen mit ernst zu nehmenden internationalen Garantien
  • ein Palästinenserstaat ohne Armee, jedoch mit einer Sicherheitstruppe für die innere Sicherheit und Selbstverteidigung
  • ein Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge nur nach Palästina, nicht jedoch nach Israel.

Wenn diese Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden erfüllt werden, ist Israel bereit, einer Zweistaatenlösung zuzustimmen.

Der zweite Teil des neuen Konzepts besteht aus der Erkenntnis, dass Probleme wie ein fester Grenzverlauf und der Status von Jerusalem zwar wichtig sind, aber auch später gelöst werden können. Barry Rubin zufolge ist dieser neue Plan nicht aus den Forderungen und dem Druck seitens der USA entstanden, sondern hat sich aus der gegenwärtigen Situation Israels und aus früheren Erfahrungen entwickelt. Falsch sei jedoch die Ansicht, dass das Handeln Israels von Schwäche oder einer falschen Selbstsicherheit bestimmt werde oder etwa von dem Eindruck, die Zeit arbeite gegen den jüdischen Staat. Der neue nationale Konsens beruhe vielmehr auf der aktuellen strategischen Lage, die sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich verbessert habe. Das israelische Volk bilde eine starke und zuversichtliche Gesellschaft, die sich mit offenen Augen den wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen der modernen Zeit stelle.

Aus diesen Erläuterungen des Journalisten können wir entnehmen, dass alle Umstände vordergründig für eine Friedensregelung sprechen, wie sie im Wort Gottes vorausgesagt wird. Dabei spielt es keine Rolle, welche Regierung in Israel gerade an der Macht ist.

In Dankbarkeit für das Licht aus dem Wort Gottes, das uns die Zeichen der Zeit verstehen und uns erkennen lässt, dass die Zeit nahe ist, mit Ihnen verbunden, grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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