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Liebe Israelfreunde...
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Juni 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-06

Es war offenbar kein Zufall, dass der amerikanische Präsident Barack Obama sich für seinen ersten Besuch in einem islamischen Land ausgerechnet die Türkei ausgesucht hat. Schliesslich gilt das Land am Bosporus als einer der wichtigsten und einflussreichsten Staaten in der islamischen Welt. Die Araber lobten Obama dann auch wegen dieser Annäherung an den Islam. Weil er die Beziehungen seines Landes zur islamischen Welt verbessern möchte, sagte der Präsident in seiner Rede vor dem türkischen Parlament unter anderem: «Ich möchte unsere grosse Wertschätzung für den islamischen Glauben zum Ausdruck bringen. Diese Religion hat im Laufe der Jahrhunderte einen grossen Beitrag geleistet, die Welt zum Besseren zu verändern, mein eigenes Land eingeschlossen».

Obama hat bereits bewiesen, dass er die diplomatische Sprache perfekt beherrscht. Aber es bleibt abzuwarten, ob den Worten auch Taten folgen werden. Darauf wies auch Yehia Moussa von der Hamas hin, als er sagte: «Wichtig sind nicht die schönen Worte, sondern die Taten. Alle Araber sind sich einig, dass sich das an seinem Engagement für die Sache der Palästinenser zeigen wird.»

Präsident Obama erwähnte in seiner Rede vor dem türkischen Parlament auch, er werde aktiv die Schaffung eines Palästinenserstaates an der Seite Israels anstreben. Weiter erklärte er: «Ich will es ganz deutlich sagen: Die Vereinigten Staaten wollen die Zweistaatenlösung, bei der Israel und Palästina Seite an Seite in Frieden miteinander leben, tatkräftig unterstützen.» Deshalb erwartet die islamische Welt von Obama, dass die USA ihre «einseitige» Haltung zugunsten Israels aufgeben und Druck auf die neue israelische Regierung ausüben, damit diese der Gründung eines Palästinenserstaates zustimmt.

Saeb Erekat, der palästinensische Vertreter bei den Verhandlungen mit Israel, meinte dann auch: «Hoffentlich begreift die neue israelische Regierung, dass die Schaffung eines Palästinenserstaates der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden ist.» Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten erklärte daraufhin, Israel werde mit den USA eng zusammen arbeiten, um einen Frieden mit den Palästinensern anzustreben. In dieser Erklärung wurde jedoch die Zweistaatenlösung nicht erwähnt.

Auf die von Aussenminister Lieberman gemachten Äusserungen, die in den Beziehungen zwischen Israel und den USA eine ernsthafte Krise auslösen könnten, reagierte Netanyahu mit den Worten, es sei sein Wunsch, einen gerechten und dauerhaften Frieden mit den Palästinensern zu erreichen. Eines ist jedoch schon jetzt absehbar: Netanyahu und seine Regierung werden unter enormen Druck geraten. Man kann über den Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden durchaus verschiedene Ansichten haben. Glaubt man den Aussagen von Präsident Obama und Vertretern der arabischen Welt, wird dieser Weg jedoch unweigerlich zur Gründung eines Palästinenserstaates führen. Ob die neue Regierung dem Druck von allen Seiten standhält oder daran zerbricht, wird die Zukunft zeigen. Sicher scheint jedoch zu sein, dass die Entstehung eines Palästinenserstaates angesichts des weltweiten Drucks nicht aufzuhalten ist. Es ist aber noch offen, wie dieser Staat aussehen wird.

Viele Bibelleser, die sich auf die prophetischen Aussagen der Bibel stützen, sind der Meinung, dass es nicht so weit kommen wird. Allerdings muss wohl gerade diese Entwicklung stattfinden, damit jener Zustand des Friedens und der Sicherheit herrschen kann, der nach den Worten des Apostels Paulus im fünften Kapitel des zweiten Thessalonicherbriefes die letzten Ereignisse einleitet.

Jesus hat in Seiner Rede auf dem Ölberg Seinen Jüngern nicht umsonst empfohlen, auf die Zeichen der Zeit zu achten. In dieser Haltung der Wachsamkeit mit Ihnen verbunden grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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