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Liebe Israelfreunde...
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Mai 2009

Liebe Israelfreunde nai2009-05

Als Benjamin Netanjahu nach langem Ringen endlich seine neue Regierung vorstellen konnte, tagten in London die Vertreter der so genannten G20- Länder. Bei beiden Anlässen war auch die Bedrohung durch den radikalen Islam ein wichtiges Thema. Unterschiede gab es dabei jedoch in der Auffassung, wie man dagegen vorgehen soll. Für die neue israelische Regierung sind die unter Präsident Bush in Annapolis zwischen Israel, den Palästinensern und den USA ausgehandelten Beschlüsse nicht bindend. Zwar sieht sich auch die Regierung Netanjahu den Bemühungen um einen Frieden mit den Palästinensern verpflichtet, aber über den Weg zu diesem Ziel hat sie andere Vorstellungen.

Es wird sich wohl spätestens beim ersten Besuch von Netanjahu in den USA zeigen, ob es ihm gelingt, Präsident Obama und seine Regierung von seiner Sichtweise zu überzeugen. Eines ist jedoch schon jetzt klar: Die israelische Regierung wird wegen der Abhängigkeit Israels von den USA nur eine Politik betreiben können, die von Amerika gebilligt und unterstützt wird. In diesem Zusammenhang hat Präsident Obama angekündigt, dass seine Regierung im Gegensatz zur vorherigen nicht auf Alleingänge setzt, sondern auf ein gutes Einvernehmen mit der EU, Russland und den Vereinten Nationen. Damit steht im Grunde genommen schon fest, in welche Richtung der Wind wehen wird. Netanjahu wird es schwer haben, Obama davon zu überzeugen, wie man nach den Vorstellungen seiner neuen Regierung die anstehenden Probleme besser lösen kann.

Allerdings ist der gemeinsame Nenner der Regierung Netanjahu der Wille, einen anderen als den bisher gewählten Weg zu einem Frieden mit den Palästinensern einzuschlagen, vor allem angesichts der nicht enden wollenden Bedrohung durch den radikalen Islam, sei es innerhalb des Landes durch die Hamas, oder sei es von aussen durch den Iran und seine Gesinnungsgenossen. Diese Gruppierungen boten dann auch beim Gipfel der G20 genügend Gesprächsstoff. Auch Obama nimmt die Bedrohung durch El-Kaida, die Taliban und ihre Verbündeten ernst. Deshalb erklärte er das Vorgehen gegen diese Terrorgruppen in Pakistan und Afghanistan zu einem vordringlichen Ziel der NATO zur Sicherung des Weltfriedens. Zumindest bei diesem Thema gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den neuen Regierungen in den USA und in Israel. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ist natürlich ein weiterer Grund, um gerade jetzt zusammen zu arbeiten und keine zusätzliche Krise heraufzubeschwören.

Doch darüber hinaus stellt sich jetzt schon die Frage, ob die Regierung Netanjahu schon allein wegen ihrer gegensätzlichen Zusammensetzung lange bestehen kann. Sie wird zweifellos unter enormen Druck von innen, aber vor allem auch von aussen geraten. Denn sei es nun beim Gipfel der G20 in London oder beim Gipfel der arabischen Staaten in Doha/Katar, immer steht die Forderung nach einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konfliktes und nach der Gründung eines Palästinenserstaates im Vordergrund.

Angesichts dieser Entwicklungen können wir wiederholt feststellen, dass Israel im Zentrum des Weltgeschehens bleibt, bis Gott mit Seinem Volk zum Ziel gekommen ist. Schliesslich sagt Er in Jesaja 62,1: «Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen nicht ruhen, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht.»

In dem Wissen, dass Gott Seine herrlichen Absichten durch das Weltgeschehen verwirklichen wird, grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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