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Liebe Israelfreunde...
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Dezember 2012

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2012_12

Die Wahlen in den USA wurden in Israel mit besonderer Spannung erwartet. Ein Reporter meinte diesbezüglich: «Man bekommt den Eindruck, als ob es dabei um Wahlen in Israel geht.» Tatsächlich setzte die israelische Regierung und allen voran Ministerpräsident Netanjahu grosse Hoffnung in einen Sieg von Mitt Romney. Dies wurde Netanjahu von seinen Opponenten als Einmischung in die inneren Angelegen der USA vorgeworfen. Man befürchtete, dass sich dieses öffentliche Hoffen auf Romney bei einer Wiederwahl Obamas schädlich auf die Beziehungen zwischen Israel und den USA auswirken könnte. Diese Situation ist nun mit dem Wahlsieg von Barack Obama tatsächlich eingetroffen.

Netanjahu erhoffte sich von einer republikanischen Regierung unter Mitt Romney ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Iran und mehr Verständnis für die Position seiner Regierung bezüglich der Palästinenser. Doch bevor sich diesbezüglich irgendetwas tut, werden in Israel im kommenden Januar erst einmal ebenfalls Wahlen stattfinden. Viele in Israel setzen in diese Wahlen grosse Hoffnungen. Wahrscheinlich wird sich im politischen Mächteverhältnis aber auch hier nicht viel ändern. Das bedeutet, dass Obama und Netanjahu in den kommenden Jahren weiterhin miteinander zu tun haben werden, etwas, das Netanjahu sich scheinbar lieber nicht wünschte.

Außerdem wird Israel unweigerlich verstärkter unter Druck kommen, um im sogenannten Friedensprozess, so wie es von Israel gefordert wird, endlich Fortschritte zu erreichen. Und das bedeutet auch Fortschritte hinsichtlich einer Zweistaatenlösung, etwas, das die Regierung von Netanjahu möglichst aufschieben oder gar verhindern wollte. Obama vermied es, vor seiner Wiederwahl Druck auf Israel auszuüben, um nicht unnötig Sympathien zu verlieren. Darauf muss er nun jedoch keine Rücksicht mehr nehmen.

Der Erfolg der Demokraten in den USA liegt zu einem guten Teil daran, dass sie es verstanden haben, mit dem Generationenwechsel und Bevölkerungswandel Rechnung zu halten. Möglicherweise könnten diese Faktoren auch in Israel für gewisse Überraschungen sorgen, zumal schon längere Zeit immer wieder Demonstrationen und Kundgebungen junger Leute stattfinden, die mehr soziale Gerechtigkeit und Unterstützung für die sozial schwache Bevölkerung fordern.

Netanjahu versuchte durch die iranische Bedrohung eine internationale Allianz aufzubauen, was ihm ein Stück weit bestimmt gelungen ist. Obama lehnte es jedoch ab, dies zur alles entscheidenden Frage zu machen. Er sicherte Israel zwar die bedingungslose Unterstützung der USA zu, erklärte jedoch, dass ein Krieg nur im äußersten Notfall infrage käme. Dieser Einstellung ist es offenbar auch zuzuschreiben, dass das Ansehen von Obama im Volk gestiegen war. Die meisten Amerikaner wollen nicht in einen weiteren kostspieligen militärischen Konflikt hineingezogen werden – davon haben sie schon genug.

Die Tatsache, dass Mitt Romney der Gemeinschaft der Mormonen angehört, ist wahrscheinlich mit ein Grund, warum sich die Begeisterung für den Kandidaten der konservativen Partei in Grenzen hielt. Wie dem auch sei, einmal mehr geht es darum, das Wahlergebnis aus Gottes Hand zu akzeptieren, und anzuerkennen, dass Er alles unter Seiner Kontrolle hat.

Da bleibt nur, die Ermahnung des Paulus in 1. Timotheus 2,2 zu beherzigen, für die in hoher Stellung zu beten, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit.

In diesem wichtigen Auftrag der Fürbitte verbunden wünsche ich Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachts- und Neujahrsfest und grüße Sie herzlich mit Shalom aus Israel

Ihr Fredi Winkler


 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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