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Liebe Israelfreunde NAI 10.2012

Eine der schwierigsten Prophezeiungen in der Bibel ist wohl in Daniel 11,36ff. zu finden, wo zunächst von einem frechen König gesprochen wird und dann von dem König des Nordens und dem König des Südens. Wer sind diese Könige? Schon vorher, im selben Kapitel, werden die beiden Könige des Nordens und des Südens erwähnt, womit die Dynastien der Seleukiden in Syrien und der Ptolomäer in Ägypten gemeint sind. Ab Vers 36 ist jedoch von einem Geschehen in der Endzeit die Rede, wie wir es deutlich aus Daniel 12,1 erkennen können.

Bei vielen endzeitlichen Prophezeiungen ist es so, dass wir ihre Bedeutung erst klar erkennen können, wenn wir ihrer Erfüllung nahegekommen sind. So wird durch die gegenwärtigen Geschehnisse in Syrien die Frage nach der Identität des Königs des Nordens hochaktuell.

In dem gerade neu erschienenen Buch von Roger Liebi, Leben wir wirklich in der Endzeit?, in dem er mehr als 175 biblische Prophezeiungen anführt, die sich in unserer Zeit bereits buchstäblich erfüllt haben, gibt er am Schluss einen Überblick über die Prophezeiungen, die in Beziehung zur Wiederkunft Jesu stehen und sich noch nicht erfüllt haben. Auf Seite 375 erwähnt er dann auch den König des Nordens und kommt zum Schluss, dass sich das Gebiet des Königs des Nordens geografisch ungefähr über das gleiche Gebiet erstrecken wird wie dasjenige in der Antike. Das wäre das Gebiet vom Libanon bis nach Pakistan, über die Türkei bis Tadschikistan. Damit, so meint Liebi, werde klar, dass der Islam noch zu einem tödlichen Schlag gegen Israel ausholen werde.

Wer aber ist mit dem König des Südens gemeint? Der Logik folgend müssen wir folgern, dass es sich um Ägypten handelt. Darüber hinaus werden allerdings auch noch Syrien und andere Länder dazugehören. Seit in Ägypten die Muslimbrüder an die Macht gekommen sind, beobachten wir, wie sich rund um die Muslimbrüder ein Machtblock formiert. Diesbezüglich erschien in einer israelischen Tageszeitung ein Artikel mit dem Titel «Warum der sunnitische Islam die grösste Bedrohung für die Welt ist».

Die Muslimbruderschaft wurde vor 84 Jahren von Sunniten in Ägypten gegründet und war dort für beinahe 60 Jahre verboten. In dieser Zeit hat die Bruderschaft gelernt, so der Zeitungsartikel, dass sie gemässigt und moderat auftreten muss, um die Unterstützung des Westens zu bekommen. Ihre Ziele aber haben sich nicht geändert. Sie wollen Israel nach wie vor von der Landkarte tilgen, die USA aus dem Nahen Osten verjagen und den Christen eine untergeordnete Stellung zuweisen oder sie vertreiben. Den westlichen Reportern erzählen sie auf Englisch, was diese hören wollen, während sie hintenherum auf Arabisch Morddrohungen aussprechen … Das sind die Leute, die jetzt an die Macht gekommen sind.

Wenn man solche Dinge liest, kann einem angst und bange werden. Doch Gott sei Dank sind die Muslime (und auch die Sunniten) lange nicht so einig, wie es nach aussen hin aussehen mag. Sie sind in viele rivalisierende Gruppen aufgespalten. So steht denn auch in Hesekiel 38,21, dass die Angreifer Israels sich gegenseitig selbst umbringen werden.

In Ihm verbunden, der dann für das Volk Israel streiten wird, grüsst Sie mit Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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