Mai 2012
Liebe Israelfreunde
Israels Lage in der Region war in dessen Geschichte noch nie so unsicher wie derzeit. Dies sagte der Politexperte Asher Susser bei einem Podiumsgespräch des Instituts für Studien zur nationalen Sicherheit. Der einzige Weg, um die drohenden Gefahren einzudämmen, wäre seiner Meinung nach eine einseitige Abtrennung der Palästinenser.
Susser meinte, ein umfassendes Friedensabkommen mit den Palästinensern sei offensichtlich nicht in Reichweite, darum wäre eine einseitige Abtrennung das Beste, um die jüdische Identität des Staates zu garantieren und Israel davor zu bewahren, ein Staat mit zwei nationalen Einheiten zu werden. Es bestehe nämlich die Gefahr, dass die Araber spätestens in zwanzig Jahren die Mehrheit bilden würden.
Er erklärte weiter, dass die Umwälzungen in der arabischen Welt keineswegs mit einem «Frühlingserwachen» zu vergleichen seien. Vielmehr habe dies Israel in eine äusserst instabile Situation gebracht, die regional-politische, vor allem aber islamisch-politische Machtkämpfe heraufbeschwören würde.
Interessanterweise gibt es in letzter Zeit auf jüdischer Seite vermehrt Stimmen, die sich für eine Einstaatenlösung aussprechen. Allerdings bleiben sie die Antwort schuldig, wie so ein Staat nach ihrer Vorstellung aussehen und funktionieren sollte. Sie meinen jedoch, es wäre gut, über eine solche Lösung nachzudenken.
Erstaunlicherweise gibt es auch auf palästinensischer Seite Menschen, die sich für eine Einstaatenlösung starkmachen. Doch ihr Vorschlag hört sich mehr als Drohung denn als Lösung an.
Achmed Qurei, einer der «Architekten» der Osloer Verträge, sagte, es wäre gut für die Palästinenser, anstelle einer Zweistaatenlösung eine Einstaatenlösung mit Israel ins Auge zu fassen. Die Palästinenser sollten öffentlich über eine Einstaatenlösung diskutieren und sie auf den Verhandlungstisch mit Israel legen, ja sie sogar wie glühende Kohlen in Israels Angesicht schleudern.
Wie dringend eine Regelung mit den Palästinensern ist, zeigte zudem ein Zeitungsartikel mit dem Titel: «Eine hohe arabische Geburtenrate bedeutet, dass Jerusalem die jüdische Mehrheit verlieren könnte.»
Nach Angaben des Innenministeriums zählt die Bevölkerung Jerusalems derzeit 933.000 Einwohner. Davon sind 37 % Araber und davon sind wiederum 42 % unter 15 Jahre. Durch das schnelle Anwachsen der arabischen Bevölkerung könnte Jerusalem innerhalb von 10 bis 20 Jahren seine jüdische Mehrheit verlieren, warnte ein Mitglied des Jerusalemer Stadtrats.
Einst betrug die Fläche des alten Jerusalem innerhalb der Stadtmauern etwa ein Quadratkilometer. Heute, durch die Annektierung und Angliederung palästinensischer Gebiete ans Stadtgebiet Jerusalems, dehnt sich die Stadt auf eine Fläche von 108 Quadratkilometer aus. Das bedeutet, dass sich innerhalb der Stadtgrenze Jerusalems 28 arabische Dörfer befinden – mit all ihren Problemen und den Konsequenzen, die das für die Stadt mit sich bringt.
Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass in Israel die Forderung nach einer einseitigen Abtrennung von den Palästinensern immer lauter wird. Die jüdische Mehrheit im jüdischen Staat steht in Gefahr.
Die bis anhin in Israel allgemein verbreitete Einstellung, es sei das Beste, nichts zu tun und abzuwarten, bis sich die Sache von alleine löse, wird von vielen immer mehr als ernste Bedrohung angesehen, besonders angesichts der sich rapide verändernden Gegebenheiten.
In dem Wissen, dass nichts von ungefähr geschieht, sondern dass hinter allem Gottes leitende Hand steht, grüsst Sie herzlich mit Shalom aus Israel
Ihr Fredi Winkler
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