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Liebe Israelfreunde...
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März 2012

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2012_03

Ein israelischer Angriff auf die iranischen Nuklearanlagen wäre für das iranische Ayatollah-Regime wie ein Geschenk vom Himmel. Dies sagte ein iranischer Regimegegner, der heute in den USA lebt und erstmals Israel besuchte. Damit würde seiner Meinung nach die Opposition gegen die islamische Republik und ihre Führung für immer zum Schweigen gebracht. In der Rolle als Opfer eines israelischen Angriffs wäre ihnen weltweite Sympathie sicher. Sie würden neue Anerkennung im eigenen Volk bekommen, die sie nach den Wahlen in 2009 verloren hatten, als sie die Proteste wegen Wahlbetrug gewaltsam unterdrückten.

Irans Regime lastet auf paranoide Weise ihre Probleme und Schwierigkeiten Israel und einer jüdischen Weltverschwörung an. Daher wäre eine israelische Bombardierung ein willkommener «Beweis» für diese Theorie und würde jegliche Opposition im Iran zum Schweigen bringen. Der iranische Regimegegner hält einen internationalen Boykott für viel wirkungsvoller, weil damit dem Regime die nötigen Finanzen entzogen würden, um sich an der Macht zu halten.

Zu einer ähnlichen Schlussfolgerung gelangte auch der israelische Reporter Barry Rubin in einem Artikel in der israelischen Zeitung Jerusalem Post mit dem Titel: «Israel wird den Iran nicht angreifen, daran müssen Sie sich gewöhnen». Zwar gibt es andere Medienberichte und selbst aus der israelischen Führung hört man Stimmen, die genau das Gegenteil sagen. Warum das? Weil das die beste und tatsächlich die einzige Möglichkeit für Israel sei, die westlichen Länder unter Druck zu setzen, damit sie ernsthaft mit wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen gegen den Iran vorgehen

Rubin fragt weiter: Wenn Israel jetzt die iranischen Nuklearanlagen bombardieren würde, würde das etwa bedeuten, dass der Iran in Zukunft keine Atomwaffen besitzen würde? Ganz im Gegenteil, es würde die Sache vielleicht höchstens um ein Jahr verzögern. Durch einen solchen Schlag bekäme der Iran einen wirklichen Grund für den zukünftigen Einsatz atomarer Waffen und auch die Unterstützung vieler Länder.

Die ganze Welt und mit ihr auch die USA seien entschieden gegen einen israelischen Einsatz. Ausserdem würde so ein Einsatz die internationale Isolation Israels noch viel schlimmer machen als sie schon ist. Barry Rubin stellt dann weiter die Frage, ob ein israelischer Angriff überhaupt Erfolg haben könnte. Er zählt all die Schwierigkeiten auf, die sich so einem Einsatz stellten. Dann kommt er zur Schlussfolgerung, es sei eine absurde Idee.

Ein oft angeführtes, starkes Argument für einen Schlag gegen den Iran ist das irrationale Handeln seiner Führer. Für einen nuklearen Schlag gegen Israel seien sie angeblich sogar bereit, den Tod Millionen ihrer eigenen Bürger durch einen israelischen Vergeltungsschlag in Kauf zu nehmen.


Obwohl dieses Szenario nicht ganz auszuschliessen sei, so Rubin, sei es doch sehr unwahrscheinlich. Angesichts seiner Unterstützung von subversiven und revolutionären Terrororganisationen suche das Regime in Teheran durch die Anschaffung nuklearer Waffen, sich selbst vielmehr unantastbar zu machen. Es sei jedoch zu bedenken, dass vieles, was die Führer in Teheran sagen, lediglich Demagogie sei, um die Unterstützung des Volkes zu erlangen und die Massen von ihrer eigenen Unfähigkeit und Misswirtschaft abzulenken.

Am Schluss schreibt Barry Rubin: «Einerlei, was Sie hoffen oder befürchten bezüglich eines israelischen Schlages gegen den Iran, er wird nicht stattfinden.»

Wir können am aktuellen Geschehen in den arabischen Ländern, besonders nun in Syrien, sehen, dass die arabischen Massen das Argument ihrer Führer, Israel und die Juden seien an ihrer Misere schuld, nicht mehr ohne Weiteres abnehmen. Und sie beginnen, sich gegen ihre Ausnützer und Unterdrücker zu erheben.

Die grosse Frage, auf die noch niemand eine Antwort hat, ist die: Werden die nachfolgenden neuen Regierungen besser sein? Und was bedeutet das alles für Israel? Eines ist sicher, Israel muss mehr als je zuvor auf der Hut sein.


In der tröstlichen Gewissheit, dass der Hüter Israels weder schläft noch schlummert, grüsst Sie herzlich mit Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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