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Liebe Israelfreunde...
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Liebe Israelfreunde

Fredi Winkler

Fredi Winkler – ein paar Eckdaten

Fredi Winkler kam 1973 im Alter von 23 Jahren zusammen mit seiner Frau Beate nach Israel, um in Haifa den Bau des neuen Gästehauses von Beth-Shalom zu leiten. Im Oktober 1975 war die Baumassnahme abgeschlossen. Seit der Eröffnung leiten er und seine Frau gemeinsam das Hotel Beth-Shalom. Zu Fredi Winklers vielfältigen Aufgaben gehört auch die Leitung von Gruppenreisen. Aus diesem Grund besuchte er in den Jahren 1991 bis 1992 in Israel den Kurs für Reiseleiter und schloss diese Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Diplom ab.

Inzwischen ist die Nachfrage nach Gruppenreisen laufend gestiegen. Allein im letzten Jahr hat Beth-Shalom 15 Israelreisen organisiert. Unterstützung bei der Reiseleitung erhält Fredi Winkler seit Neuestem von seinem Sohn Ariel, der ebenfalls diplomierter Reiseleiter ist.

Im Zeitraum von 1974 bis 1990 wurden Fredi und Beate Winkler neun Kinder geboren. Bis auf die beiden Jüngsten haben inzwischen alle von ihnen eigene Familien gegründet und den Winklers bereits 16 Enkelkinder geschenkt.

Februar 2010

Liebe Israelfreundenai1002

Am 4. Januar waren genau vier Jahre vergangen, seitdem der frühere Ministerpräsident Ariel Sharon nach seinem zweiten Schlaganfall ins Koma fiel. Zu diesem Anlass meldete sich sein ehemaliger Sprecher und langjähriger, enger Mitarbeiter Ra’anan Gissin zu Wort. Er erklärte, dass sich Benjamin Netanjahu ironischerweise als der politische Erbe von Ariel Sharon entpuppt habe, obwohl der jetzige Premier einst zu dessen lautstärksten Kritikern gehörte. Wie Sharon damals sei Netanjahu heute vom rechten Lager in die Mitte des politischen Spektrums gerückt. Er sei der «Sharon-Schule des politischen Denkens» gefolgt, als er einseitig die Einstellung des Siedlungsbaues verkündete und vorzeitig mit den Amerikanern über territoriale Zugeständnisse gegenüber den Palästinensern verhandelte. Diejenigen, die sich damals bereits als Nachfolger von Sharon gesehen hatten, hätten den «Tsunami-Wellen» nach dessen abruptem Ausscheiden aus der politischen Arena nicht Stand halten können. Tragischerweise erweisen sich nun Sharons heftigste Kritiker als seine besten Nachfolger.

Netanjahu habe zwar keine neue Partei gegründet, aber er habe seine alte Likud-Partei neu auf die politische Mitte ausgerichtet, um die für Verhandlungen mit den Palästinensern erforderlichen Entscheidungen treffen zu können. Andere ehemalige Berater von Sharon meinten, es sei noch zu früh, um zu beurteilen, ob Netanjahu die gleiche politische Grösse habe wie Sharon. Nach dem Beschluss, den Siedlungsbau einzustellen, spüre er jedoch bereits die bösartigen Angriffe von extremen Elementen innerhalb seiner eigenen Partei, so wie sie Sharon damals von Netanjahu einstecken musste. Es stelle sich jedoch die Frage, ob Netanjahu in seiner Führungsrolle den gleichen Mut habe, um wie Sharon den Preis zu bezahlen, den diese Position erfordere und ob seinen Worten auch Taten folgen werden. Es bleibe abzuwarten, ob er sich als echte politische Führungsfigur oder nur als Sklave seiner Likud Partei entpuppe.

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Januar 2010

Liebe Israelfreundenai1001

Als Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Anfang November zu einem Besuch in die Vereinigten Staaten aufbrach, gerieten die israelischen Medien schier ausser sich, weil niemand wusste, ob Präsident Obama ihn überhaupt empfangen wollte, und wenn ja, was die beiden Politiker miteinander besprechen würden. Nach dem dann doch stattgefundenen Treffen endeten die Besprechungen nicht wie üblich mit einer gemeinsamen Pressekonferenz. Dadurch stieg die Spannung in den Medien weiter. Netanjahu erklärte damals nur, dass man über wichtige Themen gesprochen habe und sich alles Weitere später ergeben werde.

Der am 25. November vom israelischen Ministerpräsidenten verkündete Regierungsbeschluss, den Siedlungsbau in den Palästinensergebieten zunächst zehn Monate lang einzufrieren, ist für Netanjahu und sein Kabinett tatsächlich eine dramatische Entscheidung, die sogar den Fortbestand seiner Regierung gefährden könnte. Für Netanjahu selbst war dieser Schritt wohl eine innere Zerreissprobe, zumal er den Siedlungsbau immer als nationale Priorität angesehen hat. Doch der Entschluss, der Forderung des amerikanischen Präsidenten Obama nachzugeben und den Siedlungsbau vorerst einzustellen, zeigt einmal mehr den hohen Stellenwert der strategischen Partnerschaft zwischen Israel und den USA.

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Dezember 2009

Liebe IsraelfreundeNAI2009-12

Ein altes Sprichwort sagt: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Umgekehrt kann man somit sagen: „Der Freund meines Feindes ist mein Feind“.

Die Aussage des türkische Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan, dass der iranische Präsidenten Achmedinedschad zweifellos ein Freund der Türkei sei, muss auf Grund des Sprichwortes für Israel eine Ursache zu höchster Beunruhigung sein.

In den ehemals guten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hat sich dann auch in den letzten Monaten ein entscheidender Wandel vollzogen. Drei Ereignisse Zeigen das Ausmass der Veränderung.

Das Erste Ereignis war der Ausschluss Israels durch die Türkei von den alljährlichen internationalen Luftwaffenmanöver „Anatolischer Adler“ vom 11. Oktober, was von der Regierung in Damaskus mit Applaus begrüsst wurde und Israel veranlasste, seine Beziehungen mit der Türkei neu zu überdenken.

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November 2009

Liebe IsraelfreundeNAI2009-11

Der Goldstone-Report über die israelische Militäraktion in Gaza hat viel Staub aufgewirbelt. Israel lehnte diesen Bericht von Anfang an ab, weil dessen Inhalt einseitig und voreingenommen sei und letztendlich eine Besorgnis erregende Botschaft enthalte, nämlich dass das internationale Recht den Staaten, die den Terror bekämpfen, keine echte Lösung für ihre Probleme biete.

Vor fünf Jahren evakuierten die Israelis etwa 8.000 Siedler aus dem Gazastreifen und beendeten ihre Militärpräsenz dort, weil ihnen von allen Seiten gesagt wurde, mit dieser Massnahme werde endlich Frieden einkehren. Doch das genaue Gegenteil geschah. Gaza wurde zur Brutstätte des Terrors. Die etwa 8.000 Raketen und Granaten, die in den letzten acht Jahren von Gaza aus auf Israel gefeuert wurden, erreichten schon Städte wie Ashkelon, Ashdod und Beersheva. Es kam schliesslich so weit, dass etwa eine Million Menschen kein normales Leben mehr führen konnten, sondern sich stets in der Nähe eines Schutzraumes aufhalten mussten.

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Oktober 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-10

Die Zusammensetzung der Regierung Netanyahu ist von ihrer politischen Ausrichtung her derart extrem, dass Skeptiker ihr keine lange Lebensdauer zutrauten. Doch trotz Konflikten unter den Koalitionspartnern aus den unterschiedlichsten politischen Lagern hält sich dieses Bündnis erstaunlich gut. Eine mögliche Erklärung dafür liefert ein Artikel mit der Überschrift «Israels neuer nationaler Konsens» in der englischsprachigen Zeitung Jerusalem Post. Der Autor Barry Rubin erwähnt in der Einleitung, dass dieser Artikel sein wichtigster in diesem Jahr sein könnte, weil für Israel eine neue Ära des politischen Denkens begonnen habe. Zum ersten Mal seien die alten politischen Kategorien wie «Linke und Rechte, Falken und Tauben» in einer neuen, nationalen Einheitsregierung bedeutungslos geworden. Wie ist es zu dieser erstaunlichen Entwicklung gekommen?

Zwischen 1948 und 1992 herrschte in Israel eine breite Übereinstimmung darüber, dass ein Frieden mit den Palästinensern unmöglich ist, zumal die PLO und die meisten arabischen Staaten die Zerstörung Israels anstrebten. Durch die Oslo-Abkommen entstand später eine tiefe Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern eines Friedensvertrages. Im Jahr 2000 scheiterten die Verhandlungen in Camp David, weil die arabische Seite die grosszügigen Zugeständnisse Israels ablehnte. Seitdem ist Israel auf der Suche nach einem neuen Konzept für einen Frieden mit den Palästinensern, zumal die einseitigen Angebote von Ariel Sharon, Ehud Olmert und Tzipi Livni nur zu erneuten Forderungen der palästinensischen Seite geführt haben.

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September 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-09

George Mitchell, der Nahost-Sonderbeauftragte der USA, erklärte bei seinem letzten Besuch in Israel, dass ein umfassender Frieden in der Region zu den vordringlichsten Zielen von Präsident Obama gehöre. Wie wichtig Obama eine Lösung des Nahostkonfliktes ist, zeigt die Ernennung von Gorge Mitchell zum Sonderbeauftragten. Bereits in der Vergangenheit hat Mitchell sich als zielstrebiger Unterhändler ausgezeichnet, indem er vor einigen Jahren einen Friedensschluss zwischen den verfeindeten Parteien in Nordirland zustande brachte. Ausserdem signalisierten die Besuche von Verteidigungsminister Robert Gates und des nationalen Sicherheitsberaters Jim Jones in Israel, dass Israel und der Nahe Osten tatsächlich zu den wichtigsten Anliegen von Präsident Obama gehören.

Bei den Gesprächen ging es unter anderem um die jüdischen Siedlungen im so genannten Westjordanland und vor allem in Ost-Jerusalem. Gerade jetzt, da von Israel ein totaler Baustopp in den Palästinensergebieten gefordert wird, hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für ein Bauprojekt in Ost-Jerusalem grünes Licht gegeben. Damit wollte er zweifellos demonstrieren, dass Jerusalem nicht mehr geteilt werden soll und die Juden ein Recht haben, überall zu bauen - nicht nur in Jerusalem, sondern auch im Westjordanland. Im Hinblick auf die jüdischen Siedlungen dort erklärte Netanjahu, es sei nicht hinnehmbar, wenn ein zukünftiger Palästinenserstaat «judenrein» werde. Gerade die jüdischen Siedlungen im Westjordanland könnten zum Prüfstein werden und die Bereitschaft der Palästinenser zu einem friedlichen Zusammenleben mit den Juden erkennen lassen.

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August 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-08

Sacharja, der zweitletzte Prophet des Alten Testaments, erwähnt zwei Mal, wie Gott Jerusalem aufs Neue erwählen wird, und zwar im ersten Kapitel (V.17) sowie in Kapitel 2 Vers 16. Dort sagt er: «Und der Herr wird Juda als Sein Erbteil besitzen im Heiligen Land und wird Jerusalem aufs Neue erwählen.» Interessanterweise berichtet der Prophet direkt nach diesem Vers, wie Satan versucht, diese Absicht Gottes zu vereiteln. Es ist erstaunlich, dass bei der ersten Erwählung Jerusalems in 1. Chronik 21 genau das Gleiche geschehen ist. In Vers 1 lesen wir: «Und Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, Israel zu zählen.» Neben dem Buch Hiob sind diese beiden Texte die einzigen biblischen Berichte, in denen der Satan namentlich erwähnt wird und direkt in Erscheinung tritt. Daraus können wir schliessen, dass Satan in helle Aufregung gerät, wenn es um das Handeln Gottes an Jerusalem geht.

In 1. Chronik 21 hat Satan David zwar verführen können, aber dadurch ist die Erwählung Jerusalems zu einer sichtbaren Tatsache geworden. Auf der Dreschtenne Ornans wurde der Engel des Verderbens durch Gottes gnädiges Eingreifen gestoppt. An diesem Ort sollte nach der Anweisung Davids der Tempel des Herrn gebaut werden, obwohl das Volk Israel wegen Davids Fehlverhalten eine schwere Strafe erleiden musste. Siebzigtausend Menschen starben an der Pest (V.14).

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Juli 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-07

Im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern scheint sich die Zweistaatenlösung immer stärker abzuzeichnen. Für manche Christen befindet sich diese Entwicklung im Widerspruch zur biblischen Prophetie, und deshalb meinen sie, sie könnten sie durch Gebet aufhalten. Doch dabei übersehen sie, dass der Konflikt der Bibel zufolge erst dann gelöst wird, wenn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit wiederkommt.

Nach der Schrift wird der Nahostkonflikt vorher einer scheinbaren Lösung zugeführt werden, denn in Hesekiel 38 wird drei Mal erwähnt, dass Israel in Ruhe und Sicherheit wohnen wird. An dieser vorübergehenden Friedenslösung arbeiten die Politiker schon seit dem Beginn der Rückkehr der Juden in ihr Heimatland. Es ist bis heute jedoch nicht gelungen, eine dauerhafte Lösung für das Problem zu finden. Doch nun sind die Vereinten Nationen offenbar überzeugt, dass die Zweistaatenlösung zum lang ersehnten Frieden führen wird. Diese Überzeugung ist nicht in erster Linie die Meinung Israels, sondern die der Nationen. Es ist allerdings offensichtlich, dass Israel auch von innen her in diese Richtung gedrängt wird, sogar die neue Regierung, die gerade diese Entwicklung zu verhindern versucht.

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Juni 2009

Liebe Israelfreunde NAI2009-06

Es war offenbar kein Zufall, dass der amerikanische Präsident Barack Obama sich für seinen ersten Besuch in einem islamischen Land ausgerechnet die Türkei ausgesucht hat. Schliesslich gilt das Land am Bosporus als einer der wichtigsten und einflussreichsten Staaten in der islamischen Welt. Die Araber lobten Obama dann auch wegen dieser Annäherung an den Islam. Weil er die Beziehungen seines Landes zur islamischen Welt verbessern möchte, sagte der Präsident in seiner Rede vor dem türkischen Parlament unter anderem: «Ich möchte unsere grosse Wertschätzung für den islamischen Glauben zum Ausdruck bringen. Diese Religion hat im Laufe der Jahrhunderte einen grossen Beitrag geleistet, die Welt zum Besseren zu verändern, mein eigenes Land eingeschlossen».

Obama hat bereits bewiesen, dass er die diplomatische Sprache perfekt beherrscht. Aber es bleibt abzuwarten, ob den Worten auch Taten folgen werden. Darauf wies auch Yehia Moussa von der Hamas hin, als er sagte: «Wichtig sind nicht die schönen Worte, sondern die Taten. Alle Araber sind sich einig, dass sich das an seinem Engagement für die Sache der Palästinenser zeigen wird.»

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Mai 2009

Liebe Israelfreunde nai2009-05

Als Benjamin Netanjahu nach langem Ringen endlich seine neue Regierung vorstellen konnte, tagten in London die Vertreter der so genannten G20- Länder. Bei beiden Anlässen war auch die Bedrohung durch den radikalen Islam ein wichtiges Thema. Unterschiede gab es dabei jedoch in der Auffassung, wie man dagegen vorgehen soll. Für die neue israelische Regierung sind die unter Präsident Bush in Annapolis zwischen Israel, den Palästinensern und den USA ausgehandelten Beschlüsse nicht bindend. Zwar sieht sich auch die Regierung Netanjahu den Bemühungen um einen Frieden mit den Palästinensern verpflichtet, aber über den Weg zu diesem Ziel hat sie andere Vorstellungen.

Es wird sich wohl spätestens beim ersten Besuch von Netanjahu in den USA zeigen, ob es ihm gelingt, Präsident Obama und seine Regierung von seiner Sichtweise zu überzeugen. Eines ist jedoch schon jetzt klar: Die israelische Regierung wird wegen der Abhängigkeit Israels von den USA nur eine Politik betreiben können, die von Amerika gebilligt und unterstützt wird. In diesem Zusammenhang hat Präsident Obama angekündigt, dass seine Regierung im Gegensatz zur vorherigen nicht auf Alleingänge setzt, sondern auf ein gutes Einvernehmen mit der EU, Russland und den Vereinten Nationen. Damit steht im Grunde genommen schon fest, in welche Richtung der Wind wehen wird. Netanjahu wird es schwer haben, Obama davon zu überzeugen, wie man nach den Vorstellungen seiner neuen Regierung die anstehenden Probleme besser lösen kann.

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April 2009

Liebe Israelfreundenai2009-04

Die bekannteste Ansicht von Jerusalem ist wohl der Blick auf die Stadt vom Ölberg aus. Was für ein überwältigender Anblick muss es einst gewesen sein, als man von Bethanien über den Ölberg ging und man einen ersten Blick auf die Stadt und den Tempel werfen konnte! Die Jünger Jesu waren ebenfalls beeindruckt von dieser Szenerie, als einer von ihnen zu ihrem Meister sagte: «Siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Doch Jesus antwortete: Siehst Du wohl diesen grossen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde» (Mk. 13,1-2).

Tatsächlich hat man vom Heiligtum selbst bis heute keinen einzigen Stein gefunden, sondern nur Reste der Umfassungsmauern, die Herodes errichten liess, um die Vorhöfe des Tempels zu vergrössern. Heute steht vom Ölberg aus gesehen immer in der Mitte des Tempelplatzes die goldene Kuppel des muslimischen Felsendomes, genau an der Stelle, an der sich einst der Tempel befand. Für viele Menschen stellen Fotos und Ansichtskarten mit diesem Motiv ein Ärgernis dar. Doch wir können heute mit derselben Gewissheit wie damals Jesus sagen: Es wird hier kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen wird. Dabei stellen sich uns die gleichen Fragen wie damals den Jüngern, nämlich: Wann wird das geschehen? Was werden die Vorzeichen sein?

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März 2009

Liebe Israelfreundenai2009-03

Die mit Spannung erwarteten Wahlen in Israel haben nicht zu einer eindeutigen Entscheidung geführt. Zwar hat das rechtsnationale Lager eindeutige Gewinne erzielen können, vor allem durch den Erfolg der Partei von Avigdor Lieberman und des Likud, aber die Likudpartei unter der Führung von Benjamin Netanjahu hat trotzdem einen Sitz weniger errungen als die regierende Kadima-Partei unter Zipi Livni. Deshalb wird es wahrscheinlich zu einem längeren Ringen um die Bildung einer neuen Regierung kommen. Doch nach der Veröffentlichung des Wahlergebnisses ist bereits etwas deutlich geworden: Die nächste Regierung in Israel wird wohl eher national und rechts ausgerichtet. Angesichts des gerade zu Ende gegangenen Krieges mit der Hamas im Gazastreifen war ein solches Ergebnis zu erwarten. Doch die meisten Prognosen lauteten, dass der Likud unter Benjamin Netanjahu die nächste Regierung bilden werde. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr so sicher.

Vieles spricht auch für eine nationale Einheitsregierung. Im Hinblick auf die Bedrohungen, denen Israel ausgesetzt ist, wäre diese Lösung sicherlich die beste. Wie immer auch die neue Regierung aussehen wird, ihre Zusammensetzung wird auf jeden Fall geprägt sein von der Bedrohung durch die Hamas, den Iran und anderen Gefahren aus der arabischen und islamischen Welt. Zwar wird auch das Verhältnis zu den USA, der EU und der übrigen Welt nicht ohne Bedeutung sein, doch verständlicherweise ist der leider schon alltäglich gewordene Beschuss des südlichen Israels mit Raketen aus Gaza ein brisanteres Problem, das endlich gelöst werden muss. Bezeichnenderweise haben die Bewohner der bedrohten Landesteile ihre Stimmen überwiegend den rechtsnationalen Parteien gegeben.

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