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Liebe Israelfreunde...
  • Juni 2013
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  • März 2013

Liebe Israelfreunde

Fredi Winkler

Fredi Winkler – ein paar Eckdaten

Fredi Winkler kam 1973 im Alter von 23 Jahren zusammen mit seiner Frau Beate nach Israel, um in Haifa den Bau des neuen Gästehauses von Beth-Shalom zu leiten. Im Oktober 1975 war die Baumassnahme abgeschlossen. Seit der Eröffnung leiten er und seine Frau gemeinsam das Hotel Beth-Shalom. Zu Fredi Winklers vielfältigen Aufgaben gehört auch die Leitung von Gruppenreisen. Aus diesem Grund besuchte er in den Jahren 1991 bis 1992 in Israel den Kurs für Reiseleiter und schloss diese Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Diplom ab.

Inzwischen ist die Nachfrage nach Gruppenreisen laufend gestiegen. Allein im letzten Jahr hat Beth-Shalom 15 Israelreisen organisiert. Unterstützung bei der Reiseleitung erhält Fredi Winkler seit Neuestem von seinem Sohn Ariel, der ebenfalls diplomierter Reiseleiter ist.

Im Zeitraum von 1974 bis 1990 wurden Fredi und Beate Winkler neun Kinder geboren. Bis auf die beiden Jüngsten haben inzwischen alle von ihnen eigene Familien gegründet und den Winklers bereits 16 Enkelkinder geschenkt.

Juni 2013

Liebe Israelfreunde

Warum hilft der ägyptische Präsident Mursi nicht der Hamas in Gaza, sondern Israel? Diese Frage warf ein israelischer Reporter in einem Zeitungsartikel auf.

Niemand war wohl glücklicher über den Sieg der Muslimbrüder in Ägypten als die Hamas in Gaza, zumal sie von der ihnen ideologisch nahestehenden neuen Führung in Ägypten volle Unterstützung erhofften. Doch die neue Führung in Ägypten ist für die Hamas in Gaza zur grossen Enttäuschung geworden und für Israel zur unerwarteten positiven Überraschung.

Es ist nicht so, dass Mursi die Juden besonders mag, ganz im Gegenteil. Bei verschiedenen Gelegenheiten hatte er in der Vergangenheit sein Missfallen gegenüber den Juden zum Ausdruck gebracht. Trotzdem hat er sich offensichtlich dafür entschieden, dass es besser für die Interessen Ägyptens ist, sich im Streit um den Gazastreifen auf die Seite Israels und der USA zu schlagen, auch wenn das auf Kosten der ihm ideologisch nahestehenden «Brüder» in Gaza geht.

Ägypten hat intern mit enormen Problemen zu kämpfen, besonders auf wirtschaftlichem Gebiet. Der Unmut über die Einschränkungen durch das islamische Regime nimmt zu. Gesetzlosigkeit breitet sich aus, besonders auf der Sinaihalbinsel und in den grossen Städten; und um das Mass vollzumachen, streikte auch noch die Polizei. Das letzte, was Mursi in dieser Situation brauchen könnte, wäre, durch die Hamas in einen Gaza-Krieg mit Israel hineingezogen zu werden.

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Mai 2013

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2013_05

Es war bemerkenswert, dass US-Präsident Obama den ersten Auslandbesuch seiner zweiten Amtsperiode in Israel abstattete, nachdem er zu Beginn seiner ersten Amtsperiode die Türkei und Ägypten besucht hatte. Der Besuch zeigte, wie der Nahe Osten nach wie vor eine vorrangige Stellung in der Weltpolitik einnimmt. Für Israel war dieser Besuch von grosser Bedeutung, zumal man lange darauf gewartet hatte. Nach aussen hin war es ein formeller Besuch, mit dem Austausch von offiziellen Höflichkeiten. Unerwartet war jedoch der Schlussakt des Besuchs mit der offensichtlich durch Obama initiierten Entschuldigung Israels an die Türkei, wegen der zu Tode gekommenen türkischen Bürger auf der Mavi Marmara. Dies zeigte, wie anlässlich des Besuchs wohl wichtige strategische Besprechungen über die aktuelle Lage der Region stattfanden. Das dringlichste Problem ist natürlich die Lage in Syrien, das Land, zu dem die Türkei und Israel eine gemeinsame Grenze haben.

Das durch den Mavi-Marmara-Zusammenstoss vergiftete, einst gute Verhältnis zwischen der Türkei und Israel war für die NATO-Zusammenarbeit und ein gemeinsames westliches Vorgehen gegen das Asad-Regime in Syrien ein Hindernis, das nun offensichtlich ausgeräumt werden sollte. Es ist Obama tatsächlich gelungen, den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu von der Dringlichkeit einer Entschuldigung zu überzeugen. In der neuen israelischen Regierung war scheinbar auch die Mehrheit mit diesem Schritt einverstanden. Auch der neue Verteidigungsminister Yaalon und der Generalstabschef Benny Gantz lobten den Schritt zur Wiederherstellung guter Beziehungen mit der Türkei.

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April 2013

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2013_04

Die Bildung einer neuen Regierung in Israel hat länger gedauert als erwartet. Für Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist einiges anders gelaufen, als er sich vorgestellt hat. Das Bündnis zwischen der Partei Yesh Atid (Es gibt eine Zukunft), unter der Führung von Yair Lapid, und der Partei Beit Hayehudi (das jüdische Haus), unter der Führung von Naftali Bennett, erwies sich als unerschütterlich, sodass Netanyahu nichts anderes übrigblieb, als beide Parteien (31 Sitze) in die Regierung zu nehmen.

Wie ist es zu erklären, dass sich das Bündnis zwischen diesen zwei, auf den ersten Blick eigentlich unterschiedlichen Parteien als so standfest erwies? Die Partei von Bennett ist eine seit der Staatsgründung bestehende national-religiöse Partei, wo hingegen die Partei von Lapid eine gerade neu entstandene und wie es scheint, nicht-religiös ausgerichtete Partei ist. Yair Lapid hat aus den Fehlern seines Vaters gelernt, der sich damals den radikalen Kampf gegen das religiöse Establishment auf die Parteifahnen geschrieben hatte. Dies führte letztendlich zu seinem Scheitern, weil das bei der breiten Bevölkerung nicht gut ankam.

Yair Lapid setzt darum nicht auf die Bekämpfung der Ultraorthodoxen, sondern auf die Bekämpfung ihres Systems. So gibt es in seiner Partei sogar zwei Rabbiner, die nun Abgeordnete in der Knesset sind. Einer von ihnen, Dov Lipman, der sich selbst zu den Ultraorthodoxen zählt, erklärte dann auch in seiner Antrittsrede vor dem neu gewählten Parlament, worum es ihm gehe und warum er stolz sei, zur neu gegründeten Partei von Yair Lapid zu gehören.

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März 2013

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2013_03

Obwohl bei den Parlamentswahlen in Israel keine allzu grosse Überraschung erwartet wurden, gab es doch einige. Zwar ist die Verteilung zwischen rechts und links beinahe gleich geblieben, und zwar mit 61 zu 59 ganz leicht zugunsten der Rechten. Wahrscheinlich nur Dank des Zusammenschlusses von Likud und Israel-Beitenu ist die Partei von Benjamin Netanjahu als die stärkste hervorgegangen. Sie wird die Regierung bilden, obwohl sie Stimmenverluste einstecken musste. Die Kadima-Partei, die im letzten Parlament eigentlich die stärkste Partei war, ist mit gerade 2 Sitzen noch knapp ins Parlament gekommen. Das plötzliche Aufsteigen und anschliessende Verschwinden von Parteien ist zu einer sich wiederholenden Erscheinung in Israel geworden. Sie zeigt, dass es in Israel ein relativ grosses Publikum gibt, das mit den traditionellen Parteien nicht zufrieden ist und nach einer Veränderung verlangt.

Als grosser Gewinner ging der junge, dynamische Yair Lapid mit seiner neuen Partei Yesch Atid (Es gibt eine Zukunft) hervor. Diese eroberte auf Anhieb 19 Sitze und wurde damit zur zweitstärksten Partei. Lapid war als Journalist tätig und hatte vor nicht allzu langer Zeit noch gesagt: «Ich werde nicht, so wie mein Vater, in die Politik gehen.» Sein Vater war ebenfalls Journalist und ging dann in die Politik, doch seine Partei verschwand später wieder, ohne etwas zu erreichen. Sein Hauptziel damals war, die Privilegien der religiösen Juden zu eliminieren. Sein Sohn ist nun trotz seiner Vorbehalte gegen eine politische Laufbahn in die Politik eingetreten und hat ähnliche Ziele wie sein Vater, aber er hat den Vorteil, dass er von den Fehlern seines Vaters lernen kann.

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Februar 2013

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2013_02

An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien werden derzeit Patriot-Raketen der NATO stationiert. Sie sollen von Truppen aus den USA, Deutschland und den Niederlanden bedient werden. Damit soll die Türkei vor eventuellen Übergriffen aus Syrien geschützt werden. Diese Massnahme scheint etwas überspannt zu sein, zumal die Türkei doch selbst über eine gute Armee verfügt. Andererseits zeigt sie, wie Vorbereitungen für eine eventuelle Ausweitung des Konflikts getroffen werden. Die Bedingung der NATO für die Stationierung von Truppen war anscheinend die im Dezember erfolgte Aufgabe der türkischen Opposition gegen Israel als Partnernation für geplante Aktivitäten der NATO in 2013. Vordergründig scheint die Türkei sich wieder mehr dem Westen zuzuwenden, nachdem sie sich jahrelang immer mehr distanziert hatte. Doch es ist fraglich, inwieweit dieser türkische Kurswechsel echt oder nur ein taktisches Manöver ist, um sich gegen die Unterstützung Syriens durch Russland Verbündete zu sichern.

Mit der Aufstellung von NATO-Truppen erhält der Konflikt nun auch internationale Ausmasse. Die Tatsache aber, dass NATO-Truppen nun im Nahen Osten, nicht allzu weit von den Grenzen Israels zum Einsatz kommen, lässt aufhorchen. Wenn Truppen der NATO, so wie von vielen schon lange gefordert, in Syrien zum Einsatz kommen, könnte das bedeuten, dass sie am Ende auch an der Nordgrenze Israels stehen werden.

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Januar 2013

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2013_01

Mit überwältigender Mehrheit wurde am 29. November Palästina durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen als ein Nichtmitglied in den Status eines Beobachterstaats erhoben. Dieser Akt ändert zwar an der aktuellen Lage kaum etwas, hat jedoch tieferen Symbolcharakter. Bemerkenswert ist zum Beispiel das Datum der Abstimmung. Sie fand auf den Tag genau 65 Jahre nach der Abstimmung über die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Teil statt. Die Araber haben im Gegensatz zu den Juden diesen Plan von Anfang an abgelehnt und mit Krieg darauf geantwortet. Die Frage ist nun: Hat sich diesbezüglich in der Einstellung der Palästinenser etwas geändert? Leider konnte man in der Rede von Mahmud Abbas vor der UN-Vollversammlung davon kaum etwas merken. Zwar hatte er bei anderer Gelegenheit einmal zugegeben, dass das Nichtakzeptieren des Teilungsplanes der grösste Fehler der Palästinenser gewesen sei. Die nicht gestellte und damit auch nicht beantwortete Frage ist jedoch: Hat sich bei den Palästinensern im tiefsten Inneren diesbezüglich wirklich etwas geändert?

Nur neun Staaten hatten dagegen gestimmt, darunter natürlich die USA, die sich traditionell hinter die Position Israels stellten. Präsident Obama hatte vor nicht langer Zeit erklärt, dass Frieden nicht aufgezwungen, sondern nur durch gegenseitige Verhandlungen erreicht werden kann. Mahmud Abbas erklärte in seiner Rede, dass die Palästinenser an Frieden glauben und nach Frieden suchen. Wie man jedoch den nie endenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel, der zu den letzten kriegerischen Handlungen führte, als Suche nach Frieden verstehen soll, das hat er nicht erklärt.

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Dezember 2012

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2012_12

Die Wahlen in den USA wurden in Israel mit besonderer Spannung erwartet. Ein Reporter meinte diesbezüglich: «Man bekommt den Eindruck, als ob es dabei um Wahlen in Israel geht.» Tatsächlich setzte die israelische Regierung und allen voran Ministerpräsident Netanjahu grosse Hoffnung in einen Sieg von Mitt Romney. Dies wurde Netanjahu von seinen Opponenten als Einmischung in die inneren Angelegen der USA vorgeworfen. Man befürchtete, dass sich dieses öffentliche Hoffen auf Romney bei einer Wiederwahl Obamas schädlich auf die Beziehungen zwischen Israel und den USA auswirken könnte. Diese Situation ist nun mit dem Wahlsieg von Barack Obama tatsächlich eingetroffen.

Netanjahu erhoffte sich von einer republikanischen Regierung unter Mitt Romney ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Iran und mehr Verständnis für die Position seiner Regierung bezüglich der Palästinenser. Doch bevor sich diesbezüglich irgendetwas tut, werden in Israel im kommenden Januar erst einmal ebenfalls Wahlen stattfinden. Viele in Israel setzen in diese Wahlen grosse Hoffnungen. Wahrscheinlich wird sich im politischen Mächteverhältnis aber auch hier nicht viel ändern. Das bedeutet, dass Obama und Netanjahu in den kommenden Jahren weiterhin miteinander zu tun haben werden, etwas, das Netanjahu sich scheinbar lieber nicht wünschte.

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November 2012

Liebe Israelfreunde NAI_DE_2012_11

Am Parteikongress der türkischen Regierungspartei AKP in Ankara erklärte Chaled Mashal, der Führer der palästinensischen Hamaspartei: «Die Türkei hat die leuchtenden Seiten des Islam wieder sichtbar werden lassen.» Er erklärte den vielen Tausenden, die in einem Fussballstadion versammelt waren: «Erdogan, du bist nicht nur der Führer der Türkei, du bist auch der Führer der ganzen muslimischen Welt.»

Erdogan selbst posaunte es dann in seiner langen Rede auch laut hinaus, dass seine im Islam verwurzelte Partei nach einer Regierungszeit von zehn Jahren zum Paradebeispiel der ganzen islamischen Welt geworden sei. Tatsächlich hat er beachtliche Erfolge zu verzeichnen, wie die Verdreifachung des Einkommens, wovon die breite Masse profitiert. Er hat es aber auch verstanden, den Islam nicht plump in den Vordergrund zu stellen, sondern ihn in einen fortschrittlichen Rahmen zu bringen. So trägt seine Partei den verheissungsvollen Namen: «Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung.» Laut Erdogan hat sich die Partei für persönliche Grundrechte und Freiheit eingesetzt. Diese Tatsache sei über die Grenzen der Türkei hinaus zum Vorbild für alle muslimischen Länder geworden.

So waren denn auch Führer aus der ganzen islamischen Welt zum Parteikongress in Ankara eingeladen, wie Mursi aus Ägypten, Atambayev aus Kirgisien und Barzani aus dem Irak. Zweifellos ist die Türkei zu einer Führungsmacht in der Region und der islamischen Welt aufgestiegen.

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Oktober 2012

Liebe Israelfreunde NAI 10.2012

Eine der schwierigsten Prophezeiungen in der Bibel ist wohl in Daniel 11,36ff. zu finden, wo zunächst von einem frechen König gesprochen wird und dann von dem König des Nordens und dem König des Südens. Wer sind diese Könige? Schon vorher, im selben Kapitel, werden die beiden Könige des Nordens und des Südens erwähnt, womit die Dynastien der Seleukiden in Syrien und der Ptolomäer in Ägypten gemeint sind. Ab Vers 36 ist jedoch von einem Geschehen in der Endzeit die Rede, wie wir es deutlich aus Daniel 12,1 erkennen können.

Bei vielen endzeitlichen Prophezeiungen ist es so, dass wir ihre Bedeutung erst klar erkennen können, wenn wir ihrer Erfüllung nahegekommen sind. So wird durch die gegenwärtigen Geschehnisse in Syrien die Frage nach der Identität des Königs des Nordens hochaktuell.

In dem gerade neu erschienenen Buch von Roger Liebi, Leben wir wirklich in der Endzeit?, in dem er mehr als 175 biblische Prophezeiungen anführt, die sich in unserer Zeit bereits buchstäblich erfüllt haben, gibt er am Schluss einen Überblick über die Prophezeiungen, die in Beziehung zur Wiederkunft Jesu stehen und sich noch nicht erfüllt haben. Auf Seite 375 erwähnt er dann auch den König des Nordens und kommt zum Schluss, dass sich das Gebiet des Königs des Nordens geografisch ungefähr über das gleiche Gebiet erstrecken wird wie dasjenige in der Antike. Das wäre das Gebiet vom Libanon bis nach Pakistan, über die Türkei bis Tadschikistan. Damit, so meint Liebi, werde klar, dass der Islam noch zu einem tödlichen Schlag gegen Israel ausholen werde.

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September 2012

Liebe Israelfreunde NAI 09.2012

In Israel ist das Geschehen im nördlichen Nachbarland Syrien ein Grund zur Sorge und zu tieferem Nachdenken. Das Ganze wird durch die politische und militärische Führung selbstverständlich mit der nötigen Aufmerksamkeit verfolgt. In der Zeitung Jerusalem Post erschien diesbezüglich ein Artikel, in dem der Schreiber Amotz Asa-El das Geschehen in Syrien im Licht von Hesekiel 38 und 39 betrachtet. Er schreibt dann: «Jetzt, wo ich dies schreibe, muss König Gog erst noch an die Tore Jerusalems gelangen.»

Er nimmt zuerst Bezug auf die vielen Gruppierungen, die im Machtkampf verwickelt sind, von den örtlichen ethnischen und religiösen Splittergruppen über die regionalen Machtblöcke bis zu den Supermächten und vergleicht sie dann mit Hesekiel 38,4-6. Dort wird in auffallender Weise genauso ein buntes Aufgebot an Völkergruppen geschildert. Weiter weist er darauf hin, dass die heutige Situation genau auf die Beschreibung passt, wie sie in Hesekiel 38,7-14 gegeben wird.

Asa-El wirft dann die Frage auf, was da vorgeht und wie Israel darauf reagieren soll. Er kommt zu dem Schluss, dass sich die Weltordnung im Nahen Osten, wie sie durch die Europäer nach Napoleon sowie dem Ersten Weltkrieg festgelegt wurde, in Auflösung befindet, und dass die verschiedenen Machtblöcke versuchen, ihren Einfluss geltend zu machen.

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August 2012

Liebe Israelfreunde NAI 08.2012

Der Israelbesuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin im vergangenen Juni fand in den Medien relativ wenig Beachtung, obwohl er in verschiedener Hinsicht äusserst bemerkenswert war. Isi Leibler, ein israelischer Reporter, schrieb im Rückblick, dass Putins Reise nach Israel dessen erster Überseebesuch nach seinem Wahlsieg gewesen sei. Demgegenüber habe der erste Besuch des amerikanischen Präsident Obama nach dessen Wahl der Türkei und Ägypten gegolten; auf einen Besuch in Israel warte man immer noch. Ausserdem habe Putin Israel 2005 schon einmal besucht.
Der Anlass von Putins Besuch war unter anderem die offizielle Einweihung eines Denkmals bei einem Museum in Netanya, das an den Beitrag jüdischer Soldaten in der Roten Armee beim Sieg über die Nazis erinnern soll. In seiner Rede drückte Putin mit warmen Worten seine Wertschätzung für Israel und die grösste Diaspora ehemaliger sowjetischer Bürger aus.

Im Rückblick auf die Zeit, in der jüdische Dissidenten in der Sowjetunion unterdrückt und verfolgt wurden, scheint der Besuch eines ehemaligen KGB-Offiziers, der russischer Präsident wurde, ein unwirkliches Ereignis, das man sich damals nicht einmal in den abwegigsten Träumen hätte vorstellen können. Ja, er besuchte sogar die Klagemauer mit einer Kippa auf dem Kopf, etwas, was sicher nicht einmal in den schlimmsten Abträumen seiner bolschewistischen Amtsvorgänger vorgekommen ist.

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Juli 2012

Liebe IsraelfreundeNAI_DE_2012_07

In Israel war man schon auf Neuwahlen eingestellt. Nur das Datum für die Wahlen sollte noch festgelegt werden. Doch dann schlug über Nacht für alle unerwartet die Neuigkeit wie eine Bombe ein, dass die oppositionelle Kadima-Partei unter der neuen Führung von Shaul Mofaz der Regierung beitreten wird. Noch kurze Zeit zuvor hatte Mofaz Netanjahu einen Lügner genannt. Was war geschehen?

Vorverlegte Neuwahlen hätten dem Staat enorme, unnötige Unkosten verursacht. Die Regierungsgeschäfte wären für längere Zeit lahmgelegt worden, und das zu einem Zeitpunkt, an dem Israel sich in einer sehr gefährlichen Lage befindet. Nur einmal, Mitte der 1980er Jahre, gab es in Israel eine so breite Regierung, als sich das Land wirtschaftlich in einer äusserst schwierigen Lage befand, mit einer jährlichen Inflation von mehreren Hundert Prozent. Dieser nationalen Einheitsregierung gelang es damals, die israelische Wirtschaft zu modernisieren und vor dem Zusammenbruch zu retten. Dies zeigt, wie vermeintlich unmögliche Erfolge erreicht werden können, wenn zentrale Parteien sich zusammentun, um gemeinsam für die brennenden nationalen Probleme eine allgemein akzeptierte Lösung zu suchen.

Eines der derzeit drängendsten Probleme ist das gegenwärtige Wahl- und Regierungssystem, das unbedingt verbessert werden sollte. Für Shaul Mofaz und seine Kadima-Partei ist ausserdem die gerechte Verteilung der Wehrpflicht auf das ganze Volk ein vordringliches Anliegen. Bislang lassen sich vor allem die orthodoxen Juden durch Gesetzesbeschluss davon befreien.

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