Jerusalem
Die zerklüftete, hügelige Landschaft um Jerusalem ist mit archäologischen Funden aus verschiedenen Zeitaltern übersät. Kein Wunder, denn Jerusalem ist der Mittelpunkt dreier grosser Religionen. Das Klima ist trocken. Wegen seiner erhöhten Lage ist es im Sommer leicht kühler und im Winter kälter als im Küstengebiet. Im Winter ist es regnerisch und ab und zu schneit es sogar. Es wird von rund 520’000 Leuten bewohnt, vornehmlich von Juden, Muslims und Christen.
Jerusalem
Die Stadt Jerusalem ist auf einem Hügel erbaut, der von Bäumen umgeben ist, so dass Reisende, die sich auf den sich hochwindenen Strassen der Stadt nähern, oft ein Gefühl von spiritueller Erhebung erleben. Einmal angekommen, trifft der Besucher auf ein geschäftiges Treiben in den faszinierenden Strassen dieser Stadt, die ganz aus dem weissem Jerusalem-Stein gebaut ist - per Gesetz. Das neue Viertel West Jerusalem ist so modern wie jede andere Stadt des Landes und ist Sitz der Landesregierung und der industriellen und kommerziellen Geschäftswelt. Die meisten Läden, Bars, Restaurants, Theater und Nachtclubs sind hier angesiedelt. Der Zion Platz ist Treffpunkt der Einheimischen und Touristen zugleich, manchmal bis spät in die Nacht, vor allem an lauen Sommerabenden. Einige der Hauptanziehungspunkte des neuen Jerusalem sind die Fussgängerzone an der Ben Yehuda Strasse, der bunte Lebensmittelmarkt Machaneh Yehuda, das Knesset-Gebäude, die Hebrew Universität, und Mea She'arim, eine jüdische Gemeinschaft, die ganz nach dem Vorbild ihrer Vorfahren das Leben im Stil eines europäischen „Schtetl“ pflegt. In diesem Stadtteil befindet sich auch das unvergessliche Mahnmal und Museum des Holocaust, das Yad VaShem. Das Israel Museum mit seinem Skulpturgarten, das Hadassah Medical Centre mit seinen berühmten Chagall-Fenstern, Mount Scopus und der Sultan’s Pool, ein Amphitheater, in dem im Sommer Rock-, Jazz- und klassische Konzerte abgehalten werden, sind ebenfalls lohnenswerte Ziele für jeden Besucher.
Die Altstadt ist von hohen Festungsmauern umgeben und stellt das Jerusalem von einst dar. Der Reisenden kann die Stadt durch sechs verschiedenen Tore betreten: Das Jaffa Tor ist am einfachsten zu erreichen und liegt an der Jaffa Strasse, die vom modernen Stadtteil zur Altstadt führt. Die Altstadt ist in vier ethnische Viertel unterteilt: ein jüdisches, ein muslimisches, ein armenisches und ein christliches. Jedes dieser vier Quartiere offenbart eine faszinierende Architektur und eine Menge Sehenswürdigkeiten, einschliesslich der David Zitadelle mit ihrer fantastischen Aussicht auf die ganze Stadt, der Cardo, einer Hauptstrasse aus römischer Zeit, des Burnt House, der Kirche des Heiligen Grabs, der Via Dolorosa, des Oelbergs, des arabischen Markts - der shuk genannt wird - und des Tempelbergs, wo sich der Felsdom (Dome of the Rock) und die westliche Stadtmauer befinden. Zu Fuss lässt sich die Altstadt am besten erkunden. Das jüdische Viertel ist das sicherste der vier. Es empfiehlt sich nicht, das muslimische Quartier, das man durch das Damaskustor betritt, alleine zu besuchen. Ziehen Sie sich gemäss den Erwartungen der Anwohner an: Frauen sollten Ihre Schultern und Knie bedecken, Männer sollten lange Hosen tragen. Ost-Jerusalem erstreckt sich ausserhalb des Damaskustors in den Osten. Die meisten Bewohner sind arabischer Abstammung und den Besuchern meist freundlich gesinnt. Trotzdem ist es ratsam, dieses Viertel in Gruppen zu besuchen und nachts besonders vorsichtig zu sein.
Ein Kerem
Dieses charmante Dorf trägt die Ehre, die Geburtsstätte von Johannes dem Täufer zu sein. Hier können Sie sich für ein Picnic niederlassen und einige Kirchen besuchen.
Abu Ghosh
Dieses arabische Dorf liegt 13 Kilometer westlich von Jerusalem. Sowohl die Christen wie auch die Juden glauben, dass dies der Standort der Bundeslade war.
Latrun
Latrun liegt auf halbem Weg nach Tel Aviv und war 1948 im Krieg ein strategischer Stützpunkt der Araber. Ausserdem kann man sich ein Kloster, die Gräber der Maccabees und Canada Park anschauen, ein Wald voller archäologischer Funde.
Sorek Cave im Avshalom Reserve
In dieser enormen und prächtigen Höhle sind sowohl Stalagmiten wie auch Stalagtiten entstanden. Weil es dorthin keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, ist es am besten, sich einem organisierten Ausflug anzuschliessen oder vom Nachbarort Nes Harim aus zu Fuss zu gehen. Die Distanz von Nes Harim aus entspricht etwa sieben Kilometern.
Ein Gedi
Ein Gedi ist ein bekanntes Ferienziel am Toten Meer, wie auch ein Kibbutz und ein Naturschutzgebiet im gleichen Gebiet. Das Naturschutzgebiet kann durchwandert werden und ist die Quelle der Wasser, welche diese Oase begrünen.
Das Tote Meer
Das Tote Meer erhielt seinen Namen durch den Umstand, dass sich darin keinerlei Lebensformen ansiedeln können. Es entstand durch eine Spalte in der Erdkruste und wird im Hebräischen Yam HaMelach, Salzsee, genannt. Das Wasser enthält eine acht Mal höhere Salzkonzentration als der Ozean. Es liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel und ist der tiefste Punkt der Erde. Im Sommer wird es hier unglaublich feucht und wegen der Verdampfung ist das Tote Meer ständig mit einem Schleier bedeckt. Das Wasser trägt den menschlichen Körper so gut, dass es ein Vergnügen ist, sich darin treiben zu lassen. Wer baden möchte, sollte sich davor nicht rasieren und sicherstellen, dass kein Wasser in die Augen gelangt. Wenn doch Wasser in die Augen spritzt, sollte man die Augen unter den Süsswasserduschen auswaschen, die es an allen Stränden gibt. Das Tote Meer ist auch für seinen Schlamm berühmt, der dank seiner hohen Konzentration an Mineralien ausgezeichnete Auswirkungen auf die Haut haben soll. Wer ihn ausprobieren möchte, kann das kostenlos tun. Wer Hautcremen mit nach Hause nehmen will, kann diese in jeder Apotheke und Drogerie erstehen.


